KLIMA & NATUR

Testimonials
Gabriela
„Der Wald bedeutet für unsere Gemeinschaft alles. Er ist die Quelle unseres Wassers, beherbergt Heilpflanzen und ermöglicht den Kakaoanbau.“

President of the  indigenous community of Koribeni in Cusco, Peru

Die Foodprint-Testimonials bringen unsere Schokolade und unseren Impact durch die Stimmen der Menschen zum Leben, die sie jeden Tag am Ursprung mitgestalten. Es sind keine abstrakten Zahlen, sondern gelebte Realitäten von Partnerinnen und Partnern vor Ort und Farming Communities, die seit Generationen mit Kakao, Land und Communities arbeiten.

Indem wir ihnen eine Stimme geben, möchten wir über Daten hinausgehen und die menschliche Perspektive hinter unserer Arbeit sichtbar machen: wie regenerativer Kakaoanbau vor Ort erlebt wird, was langfristige Partnerschaften ermöglichen und wie Impact im täglichen Tun entsteht.

Was bedeutet die Arbeit mit Kakao für dich?

Meine Verbindung zum Kakao reicht zurück, so weit ich mich erinnern kann. Schon bevor ich geboren wurde, bauten meine Eltern Kakao an. Als sie jung waren, ernteten sie in guten Jahren etwa 50 Säcke Kakao. Meine sechs Schwestern, mein Bruder und ich halfen beim Zerkleinern und Entpulpen der Kakaobohnen. Dafür nutzten wir die traditionellen huecanas. Auf derselben Farm hatten wir eine kleine, gepflasterte Fläche, auf der der Kakao trocknete. Mit hölzernen Rechen wendeten wir die Bohnen. Diese Aufgabe übernahmen meine jüngere Schwester und ich.
Kakao ist für mich eng mit vielen Kindheitserinnerungen verbunden. Heute bewirtschafte ich selbst eine zwei Hektar große Kakaofarm. Meine Mutter bereitete uns das ganze Jahr über selbstgemachte Schokolade zu, und mein Bruder half beim Mahlen der Kakaobohnen, damit wir immer genug davon hatten. Mein Vater schickte Kakaomasse an Verwandte in Cusco und Quillabamba.
In unserer Gemeinschaft leben rund 80 Prozent der Familien vom Kakaoanbau. Wir bauen ihn ökologisch an und halten an unseren traditionellen Anbaumethoden fest. So kommen wir ohne chemische Dünger und Agrochemikalien aus und arbeiten stets im Einklang mit Mutter Natur.

 

Was macht die Zusammenarbeit mit Original Beans anders als mit anderen Kakaoakteuren?

Wie wir selbst übernimmt auch Original Beans Verantwortung für den Schutz der Natur. Unsere Arbeit und die Qualität unseres Chuncho-Kakaos werden geschätzt, und wir erhalten einen fairen Preis für unser Produkt.
Darüber hinaus unterstützt Original Beans im Rahmen einer Vereinbarung mit unserer Gemeinschaft die Wiederaufforstung mit heimischen Baumarten und stellt Materialien für unser Waldschutzkomitee bereit. Das gibt uns das Vertrauen, dass Original Beans nicht einfach nur unseren Kakao kauft, sondern ein echter Partner bei unserem Einsatz für den Erhalt des Waldes ist.

Welchen Unterschied macht regenerativer Kakaoanbau für das Land, die Menschen und die Gemeinschaften, mit denen du arbeitest?

Ökologischer Kakaoanbau hält den Boden lebendig und fördert die Mikroorganismen, die für eine bessere Nährstoffaufnahme sorgen. Wenn wir auf Agrochemikalien verzichten, schützen wir auch unsere Gesundheit und verringern das Risiko von Krankheiten, die mit diesen Stoffen in Verbindung stehen.
Als Gemeinschaft tragen wir dazu bei, die heimische Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten. Gleichzeitig bewahren wir das natürliche Gleichgewicht zwischen nützlichen Insekten und den Schädlingen, die ebenso zum Ökosystem gehören.

Welchen Einfluss wird eure Arbeit auf die Zukunft des Kakaos haben?

Unsere Arbeit in der Gemeinschaft trägt dazu bei, die biologische Vielfalt zu bewahren. Wir erhalten die genetische Vielfalt der verschiedenen Chuncho-Kakaoformen und schützen damit ein wertvolles Erbe für kommende Generationen.
Auch wirtschaftlich macht sich unsere Arbeit bemerkbar: Die besondere Qualität unseres Chuncho-Kakaos ermöglicht es uns, bessere Preise für unser Produkt zu erzielen. Das stärkt die finanzielle Situation unserer Familien und trägt zu unserem Wohlbefinden bei.

Was möchtest du, dass Menschen wissen, wenn sie Original Beans Schokolade kaufen?

Unser Kakao stammt aus der indigenen Gemeinschaft von Koribeni, die zum Volk der Matsigenka gehört. Hinter ihm steckt die Arbeit ganzer Familien, von den Großeltern bis zu den Enkelkindern. Wir bauen ihn ökologisch und ohne Agrochemikalien an.
Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle im gesamten Prozess. Unsere Arbeit ist eng mit unseren Geschichten und Traditionen verbunden. Besonders beim Entpulpen des Kakaos erzählen wir uns Geschichten der Matsigenka und geben unser Wissen von einer Generation an die nächste weiter.

Welche Rolle spielt das Wissen unserer Vorfahren beim Schutz des Waldes?

Der Wald bedeutet für unsere Gemeinschaft alles. Er ist die Quelle unseres Wassers, beherbergt Heilpflanzen und ermöglicht den Kakaoanbau. Bestimmte Baumarten tragen dazu bei, unsere Wasserquellen zu schützen und zu erhalten.
Auch Kakao hat bei uns eine lange Tradition. Frauen nutzen ihn beispielsweise zur Behandlung von Infektionen und zur Unterstützung bei der Geburt. Ursprünglich diente Kakao vor allem als Nahrungsmittel. Erst durch die Begegnung mit den Punarunas, wie wir die weißen Menschen nennen, begann auch der Austausch mit Produkten aus den Anden.

 

October 2026

ACTIVISTS.
CUSTODIANS.
CONNOISSEURS.
Jedes Jahr erleben wir aus erster Hand, wie der Schutz von Kakaowäldern, der Aufbau einer klimafreundlichen Lieferkette, faire Vergütung und die Stärkung indigener Gemeinschaften nachhaltige Veränderungen schaffen.
Mit der Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden, Partner und Kakaobäuerinnen und -bauern setzen wir diese Verpflichtungen in konkrete Maßnahmen um.